
Das nächste Spiel ist immer das Schwerste!
Schwere Gegner – wenig Punkte, leichte Gegner viele Punkte – wenn es doch im Sport immer so einfach wäre. Die Volleyballer der VSG Coburg/Grub konnten zu Saisonbeginn überzeugen und auch die Topteams der Liga ärgern und teilweise zu unerwartenten Punktgewinnen kommen. Die Highlights sicher die Siege gegen Durmersheim und Delitzsch in der heimischen HUK-Arena.
Punkteweiche Rüsselsheim
Seit dem Auswärtsspiel in Rüsselsheim zeigte sich jedoch ein andere Bild. Eine Niederlage reihte sich nun an die nächste und mitlerweile sind es vier Stück in Folge, drei auswärts und sogar eine zuhause. In anderen Sportarten würde nun der Aktionismus beginnen, die Vorstandschaft der VSG bleibt allerdings gelassen. „Es war von Anfang an klar, dass wir nicht um die vorderen Plätze mitspielen können und aufgrund des schweren Programms zu Saisonbeginn, war unser Start sehr erfreulich. Nun hat uns etwas die Realität in der Liga eingeholt, besonders das Heimspiel und Leipzig und das Auswärtsspiel in Dachau, war zu schwach von uns“, analysiert Teammanager Peter Pillmann die Situation.
Derzeit auf Platz 10 der Tabelle
Die Zweitligavolleyballer aus der Vestestadt stehen mit 6:12 Punkten auf Platz 10 der Tabelle und lediglich die Teams auf Grafing, Stuttgart, Mendig und Kempfenhausen liegen noch dahinter. Vorsitzender André Dehler: „Betrachtet man den Tabellenstand kann man durchaus Abstiegssorgen bekommen, sieht man aber, dass wir in der Vorrunde noch Friedberg (8.), Mendig (12.), Stuttgart (13.) und an diesem Wochenende Kempfenhausen (14.) als Gegner haben, kann man doch als VSG-Fan mit einigem Optimismus in die Zeit bis Weihnachten gehen. Unser Ziel waren 12 Punkte in der Vorrunde, das werden wir schaffen, davon bin ich überzeugt!“
Daniel Lottes fehlt immer noch
Das VSG-Team muss weiterhin auf Mittelblocker Daniel Lottes verzichten und wird wohl auch auf der Liberoposition gegenüber dem letzten Heimspiel mit einer Veränderung aufwarten. Die Annahme zeigte sich im letzten Spiel in Dachau schon wieder verbessert und das Selbstvertrauen kehrt zurück. Wenn die Angreifer ihr Potential abrufen, sollte es die VSG im vierten Heimspiel schaffen als Sieger die Arena zu verlassen. Der Gegner ist das Volleyball Internat aus Kempfenhausen und hat bisher keinen einzigen Sieg auf dem Konto. Die Konsequenz ist ein letzter Platz und nur drei gewonnene Sätze in neun Spielen.
Arroganz fehl am Platze
Trainer Maric warnt allerdings seine Mannschaft: „Das nächste Spiel ist immer das Schwerste! Arroganz und Überheblichkeit gegenüber einem Gegner in dieser Liga ist fehl am Platz und kann schnell nach hinten losgehen. Sicher sind wir in diesem Spiel Favorit und ich bin zuversichtlich, dass wir auch gewinnen werden. Hoffentlich kommen wieder zahlreiche Fans zu unserem Heimspiel und tragen mit ihrer Anfeuerung ihren Teil zum Sieg bei!“
Das Internat
Der Gegner: Das Volleyballinternat vom Starnberger See, VCO Kempfenhausen, hat den Auftrag die bayerischen Talenten im männlichen Jugendbereich zu sichten und auszubilden. Im Alter von 14 Jahren beginnt parallel zu einem Schulwechsel nach Starnberg für die Jugendlichen auch eine intensive volleyballerische Ausbildung, die das Ziel hat vor allem Bundesliga- und Nationalspieler hervorzubringen.
Mit Ende der Schulzeit wechseln, die Spieler dann zu neuen oder alten Vereinen in der 1. und 2. Bundesliga.
Vier Talente der VSG-Jugend haben diese Ausbildung bisher durchlaufen. Unter ihnen Moritz Brückner (aktuell: 1. BL bei CV Mitteldeutschland) und Philipp Schuhmann (Heimkehrer zur VSG Coburg/Grub).
Die Mannschaft des VCO Kempfenhausen wird vom Bayernauswahltrainer Peter Meyndt betreut und unterliegt nicht der Auf- und Abstiegsreglung in der 2. Bundesliga. Die Punkte gegen die Südbayern zählen aber am Ende des Jahres aber ganz regulär in der Tabelle, so dass man auch gegen die Youngster mit Bestbesetzung antreten wird und es keine Gnade für die "Teenietruppe" zeigen wird.
Für den VSG-Libero, Philipp Schuhmann, ist es ein Wiedersehen mit seinen letztjährigen Mannschaftskameraden und sollte er wieder zum Einsatz kommen, wird es sicher doppelt motiviert sein.
Für die VSG spielen: Speta, Köhler, Kucera, Ickerot, Nürnberger, Henke, Meuter, Kessel, Spiller, Gudas, Reinsch, Schuhmann
Trainer: Milan Maric, Co-Trainer: Volker Pohl


















