08.11.2011 Einer für alle! Alle für einen!

Alexandre Dumas hat diesen großen Satz aus "Die drei Musketiere" wahrscheinlich bereits 1844 den Volleyballern der VSG COBURG/GRUB gewitmet. Vor jenen steht ein extrem wichtiges Spiel: Unser Gegner, die L.E. Volleys werden nämlich alles daran geben, sich vom Sambaspektakel in der Coburger HUK-Arena nicht einschüchtern zu lassen. Zu viele andere Mannschaften haben in diesem Hexenkessel bereits Federn gelassen. Nein, die Leipziger wollen das nicht. Sie sind bestens darauf eingestellt. Doch, was, wenn es den Volleyballern aus Coburg gelingt, wieder eine kleine Sensation zu kreieren. Wenn aus Beni ein D'Artagnan wird, wenn aus Reinschi Portos wird, wenn Lukas den Athos mimt und Aramis Kraft in Hansis Schultern wirkt... ...werden dann Richelieus, nein, die Truppen Leipzigs vor den Toren Coburgs scheitern?

Die VSG hat es an ihrem dritten Heimspieltag am Samstag, 12. November um 19.30 Uhr, mit dem sächsischen Vertreter in der 2. Bundesliga Süd zu tun. Das Team von Trainer Steffen Busse liegt derzeit weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück. „Der Aufstieg in die 1. Bundesliga geht nur über Leipzig“, so oder so ähnlich hieß es von vielen Branchenkennern vor der aktuellen Saison. Die L.E. Volleys hatten im letzten Jahr am letzten Spieltag die Meisterschaft verspielt und waren somit natürlich auch in dieser Saison wieder Favorit. Einige Verletzungssorgen in der Vorbereitung haben allerdings ihre Folgen in den ersten Saisonspielen der Sachsen gezeigt. Es gab Niederlagen gegen Delitzsch, Rüsselsheim und Dachau, ehe man gegen die bisher sieglosen Kempfenhausener den ersten Saisonsieg einfuhr.

Zurück nach Sachsen:

Gegen den letzten Gegner der VSG, FT Freiburg, konnte Leipzig auswärts klar mit 3:0 gewinnen und sie schienen endlich in der Form, in der sie jeder erwartete. Am vergangenen Wochenende zeigten die L.E. Volleys allerdings wieder ihr anderes Gesicht und unterlagen zu Hause gegen die Schwaben vom TSV Friedberg mit 1:3. Leipzig liegt somit weiterhin nur auf Platz 10 der Tabelle und damit zwei Plätze hinter der heimstarken VSG-Truppe. Nach zwei Niederlagen in den letzten beiden Auswärtsspielen in Rüsselsheim und in Freiburg wollen die Hausherren endlich wieder einmal zwei Punkte zu Hause behalten. Die bisherige Heimbilanz ist eindrucksvoll. Die TuS Durmersheim (3. Platz 10:2 Punkte) und der GSVE Delitzsch (2. Platz 12:2 Punkte) kamen in der HUK-Arena unter die Räder und mussten ihre bisher einzigen Niederlagen in der laufenden Zweitligasaison einstecken. „Man sieht wozu wie in der Lage sind“, freut sich Teammanager Peter Pillmann über diese Siege. Wahrlich mit dem Publikum im Rücken zeigte die VSG stets Höchstleistungen und wusste die Fans zu begeistern, auswärts dagegen fehlten immer ein paar Prozentpunkte zum Sieg.

Coburger Selbstbewusstsein

Die VSG geht mit Selbstbewusstsein in das dritte Heimspiel der Saison und kann bis auf den verletzten Mittelblocker Daniel Lottes (siehe „Quo vadis - Lotto!“) auf den kompletten Kader zurückgreifen. Wer in der Stammformation auflaufen wird, ist allerdings bis zuletzt offen, da die Leistungsdichte im VSG-Team sehr hoch ist und Trainer Milan Maric die aktuellen Trainingsleistungen für sich sprechen lässt. Sicher gilt, dass die Mittelposition von Max Kessel und Lukas Gudas besetzt sind, wobei das Grüber Urgestein Torsten Spiller immer bereit ist, die gegnerischen 2-Meter-Hünen zu entzaubern. Auf der Außenposition hat der VSG-Trainer die Qual der Wahl. Diagonal ist zurzeit Hans-Peter Nürnberger der Punktegarant der VSG. Er zeigt immer wieder seine Leaderqualitäten und bleibt auch in engen Situationen locker. Im Zuspiel wird Patrick Speta zum Einsatz kommen, der auch bei den bisherigen Heimsiegen der Vestestädter die Regie auf dem Spielfeld führte. Die 1. Männermannschaft der VSG Coburg/Grub liegt derzeit auf Platz 8 der Tabelle und will durch einen Sieg gegen die L.E. Volleys, die Mitkonkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte auf Distanz halten.

Ramba - Samba - Zumba...

1. Vorstand André Dehler: „Wir haben gute Chancen gegen Leipzig zu gewinnen, auch wenn deren Kapitän Jan „Paule“ Günther sicher schwer zu kontrollieren ist. Leipzig hat noch nicht in die Form des letzten Jahres gefunden, diese Chance müssen wir nutzen und zwei weitere wichtige Punkte einfahren, um uns von den Hauptkonkurrenten Allianz Stuttgart und ASV Dachau weiter abzusetzen!“ Auf geht‘s zum dritten Heimsieg in der HUK-Arena! Im Rahmenprogramm sind auch diesem neben dem Fanclub Hölle Nord und den SambaJuCos, Nini Beyerdorf und zehn ihrer Zumbatänzerinnen dabei.

 Qua vadis - Lotto?

 „Wie geht es denn dem Lotto?“, hört man es oft auf der Fanseite oder aus dem Umfeld des Vereins. Gemeint ist der 2,01 Meter große Mittelblocker Daniel Lottes, der nach einer unglücklichen Aktion im Training vor drei Wochen von Co-Trainer Volker Pohl ins Coburger Klinikum gebracht wurde. Die Verletzung im Training war äußerst unspektakulär entstanden, aber dennoch folgenschwer für den Oberbayern. Daniel ist irgendwie rückwärts bei Milan auf den Fuß getreten, keiner wusste was los war, als er plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden lag. Wieder war es der gleiche Fuß, der ihn schon mehrmals in seiner Volleyballkarriere zu Zwangspausen zwang. Das Röntgen ergab keine Knochenverletzungen und ein Kernspin wurde verordnet. Das Ergebnis zeigte, dass Daniels Sprunggelenk schon sehr in Mitleidenschaft gezogen worden ist und die Ärzte ihm ein baldiges Ende des Leistungsportes nahe legten. Wer aber unseren „Lotto“ kennt, der weiß, er gibt nicht so schnell auf und so wurde ein Rehaprogramm für ihn erstellt, das ihn zurück auf das Spielfeld führen soll. Gezieltes Training am verletzen Fuß und eine Pause von vier Wochen sollten es vorerst sein. Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining ist für Ende November geplant. „Vielleicht reicht es gegen Friedberg am 4. Dezember mit einer Rückkehr ins Team!“, hofft Mannschaftskollege Beni Kucera. Co-Trainer Volker Pohl über die Qualitäten des 26-jährigen Daniel Lottes: „Besonders im Block ist er einfach wahnsinnig stark und kann die gegnerischen Angreifer schon entnerven! Das soll nun nicht heißen, dass die anderen Mittelblocker schlecht blocken, aber Daniel hat neben seiner Größe, ein gutes Auge und eine sehr gute Technik in dieser Disziplin!“

Team L.E. Volleys:

Eder Genesio Pinheiro, Andi Klingbeil, Jan Paul(e) Günther, Henry Glöckner, Erik Wichert, Alexander Schneider, Wieland Oswald, Axel Roscher, Lyubomir Velichkov, Robert Karl, Christopher-Niels Käpernick. - Trainer: Steffen Busse. - Co-Trainer: Gunter Strotzer.


Team VSG Coburg/Grub:

Philipp Schuhmann, Steffen Reinsch, Jonas Ickerott, Max Meuter, Marko Henke, Hansi Nürnberger, Lukas Gudas, Timo Köhler, Patrick Speta, Torsten Spiller, Beni Kucera, Max Kessel. - Es fehlt: Daniel Lottes (verletzt). - Trainer: Milan Maric. - Co-Trainer: Volker Pohl.

Die weiteren Spiele:

Samstag, 12.11.: 16 Uhr: TSV GA Stuttgart - GSVE Delitzsch; 19.30 Uhr: VSG Coburg / Grub - L.E. Volleys, VYS Friedrichshafen - TuS Durmersheim, TG 1862 Rüsselsheim - VCO Kempfenhausen; 20 Uhr TSV Grafing - VC Dresden, VC Eintracht Mendig - FT 1844 Freiburg; Sonntag, 13.11., 15 Uhr:  TSV Friedberg - ASV Dachau.

 

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